Coronavirus: Kleine und mittlere Unternehmen

Was der Coronavirus für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet

Kleine und mittlere Unternehmen, die sogenannten KMUs, bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Mit 99,3 Prozent gehören fast alle Unternehmen in Deutschland zu dieser Gruppe. Die Mehrzahl sind dazu Kleinstunternehmen, d.h. nach Definition der EU beschäftigen sie weniger als 10 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von weniger als 2 Millionen Euro.
Insgesamt existieren zurzeit mehr als 2 Millionen dieser Kleinstunternehmen in Deutschland. Sie sind wie die meisten KMUs, hauptsächlich im Bereich des Handels tätig. Gerade diese Unternehmen trifft der Coronavirus besonders hart.

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Warum der Coronavirus kleine und mittlere Unternehmen besonders hart trifft

Zunächst ist die Frage, ob ein kleines oder mittleres Unternehmen den Betrieb zurzeit überhaupt aufrecht erhalten kann. Vielerorts bleiben Geschäfte zu, Restaurants werden geschlossen oder so gut wie gar nicht mehr besucht. Viele Handwerksbetriebe dagegen können momentan noch wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen – solange Privatpersonen sie trotz der Virengefahr ins Haus lassen. Auch das ist wohl nur eine Frage der Zeit. Spätestens wenn wie zuletzt in Italien und Frankreich angeordnet, auch in Deutschland eine Ausgangssperre verhängt wird, werden auch Handwerksbetriebe die Arbeit einstellen müssen.

Dann stellt sich auch bei ihnen die Frage nach der Liquidität. Gut aufgestellte, solide Betriebe können meist drei bis vier Monate durchhalten. Kleinere Betriebe sind dazu allerdings oftmals nicht in der Lage. Fixkosten und Kredite laufen weiter. Auch die Löhne der Mitarbeiter müssen weiterhin gezahlt werden.

Welche Möglichkeiten kleine und mittlere Betriebe jetzt haben

Wenn Dein Betrieb auf Soforthilfe angewiesen ist, hast Du mehrere Möglichkeiten. Du kannst das Finanzamt zum Beispiel darum bitten:

  • Deine Steuervorauszahlungen herabzusetzen oder
  • Steuern zu stunden oder
  • Deine Sozialversicherungsbeiträge zu stunden

Auch kannst Du Arbeits- und Entgeltausfall in Deinem Betrieb durch Kurzarbeitergeld ausgleichen. Die Bundesagentur für Arbeit informiert darüber auf ihrer Webseite.

Auch die KfW ist eine gute Anlaufstelle, denn die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen während der aktuellen Coronavirus-Krise beschlossen. Die KfW bietet je nach Alter des Unternehmens Gründer- und Unternehmenskredite, sowie Wachstumskredite an.

Einen guten Überblick über weitere finanzielle Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen bietet Penta. Die Berliner Digitalbank spezialisiert sich auf Business Banking für kleine und mittlere Unternehmen und gibt hilfreiche Finanztipps für Betriebe, die vom Coronavirus betroffen sind und kurzfristig finanzielle Unterstützung brauchen.