Coronavirus:  Versicherung, Arbeit, Finanzen

Wir von Joonko möchten Rat geben und Dir dabei helfen zu verstehen, wie sich die Coronavirus-Situation auf Deine Finanzen auswirkt, was Du beachten solltest und was Du aktiv tun kannst. Mehr über uns liest du hier.
Alle Informationen sind von uns gewissenhaft recherchiert, wir können jedoch keine Gewähr übernehmen.  Aktuelle Informationen zum Coronavirus gibt es beim Robert Koch Institut.

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Coronavirus und Deine Versicherungen

Es gibt keine separate Coronavirus -Versicherung. Solltest Du krank werden, übernimmt Deine Krankenkasse die Kosten. Einige Versicherungen bieten weiterführende Informationen und Chats an.

Mehr zum Coronavirus und Deiner Krankenversicherung findest du hier.

Reisen: Vermeide Reisen, insbesondere in Hochrisikogebiete. Solltest Du in Zukunft reisen müssen, schließt Du am besten eine Reiserücktrittsversicherung (erstattet Dir die Reisekosten, falls Du die Reise aufgrund einer vom Arzt bescheinigten Erkrankung nicht antreten kannst) und eine Reisekrankenversicherung ab. Die Reisekrankenversicherung kommt für Kosten in den Ländern auf, in denen Deine Krankenkasse nicht gilt.

Planung: Das Sterberisiko unter jüngeren Leuten ist sehr gering. Solltest Du hohe Verpflichtungen (z. B. ein Immobiliendarlehen) haben und in Deiner Familie der Haupterwerbstätige sein, kann – unabhängig von der jetzigen Coronavirus-Situation – eine Risikolebensversicherung sinnvoll sein. Ziel ist es, im Todesfall Deine Familie finanziell zu schützen.

 

Coronavirus am Arbeitsplatz

Krankheit: Im Krankheitsfall entsteht Anspruch auf Entgeltfortzahlung für den Zeitraum von sechs Wochen. Du erhälst also für sechs Wochen weiterhin Deinen vollen Lohn.
Quarantäne: Solltest Du in Quarantäne gehen müssen, bezahlt der Arbeitgeber nach §56 Infektionsschutzgesetz für 6 Wochen weiter Deinen Lohn. Ab der 7. Woche erhältst Du von Deiner Krankenkasse das sogenannte Krankengeld. In der Regel beträgt das Krankengeld 70 Prozent des durchschnittlichen Bruttogehalts.

Arbeitsplatz in Gefahr: Sollte Dein Arbeitgeber finanziell vom Coronavirus betroffen sein, sprich ihn aktiv auf mögliche Optionen wie Kurzarbeit an. Die Bundesregierung hat hierfür Gelder zur Verfügung gestellt. Ihr Ziel ist, die Arbeitslosigkeit zu verhindern, auch wenn es ggf. Einbußen beim Gehalt gibt. Das Kurzarbeitergeld beträgt für Arbeitnehmer mit Kindern 67% des Nettogehalts, für Arbeitnehmer ohne Kinder 60%.

Mehr Informationen darüber, was der Coronavirus für Arbeitnehmer bedeutet, findest Du hier.

Coronavirus und Deine Finanzen

Kredite: Solltest Du Immobilien-, Raten- oder sonstige Kredite haben und diese aufgrund von Corona (z. B. durch Arbeitsplatzverlust) nicht zahlen können, nimm unbedingt vor der nächsten Rate Kontakt mit Deiner Kreditbank auf. Erkundige Dich nach einer reduzierten Rate, nach einem kurzfristigen Aussetzen der Rate etc. Die Nichtzahlung einer Rate wirkt sich negativ auf Deinen Schufawert aus, deshalb solltest Du dies unter allen Umständen vermeiden. Gegebenenfalls kannst Du auch durch eine vorzeitige Kreditablöse Deinen Zinssatz und damit Deine monatliche Rate reduzieren

Geldanlage Aktien: Das Wichtigste zuerst: Ruhe bewahren. Aufgrund der Unsicherheit schwanken die Aktienmärkte momentan sehr stark. Aktieninvestments sind eine langfristige Anlage – denk in Zeiträumen von 10-20 Jahren und schaue nicht jeden Tag auf den Aktienkurs. Die beste Strategie ist ein regelmäßiger Sparplan – er macht Deine Anlage ‘unabhängig’ von großen Schwankungen.

Sichere Geldanlage: Du kannst Dein Geld in Festgeld oder Tagesgeld anlegen. Du erhältst einen festen Zinssatz, der keinen Schwankungen des Aktienmarktes ausgesetzt ist. Allerdings liegt der Zinssatz meist unter der Inflation, so dass Du hier kein zusätzliches Vermögen bilden kannst.

Ist mein Geld sicher? Die Einlagensicherung garantiert, dass bis zu €100.000 pro Person (bei Gemeinschaftskonten also 2x €100.000) auf Deinem Bankkonto sicher sind.

Bargeld: Aufgrund des Coronavirus greifen die Regierungen einiger Länder zu drastischen Maßnahmen. Wieviel Bargeld insgesamt im Umlauf ist und in welchen Ländern Einwohner das meiste Bargeld in der Tasche haben, liest Du in unserem Beitrag Coronavirus und Bargeld: Warum wir jetzt digitale Währungen brauchen, um weltweit das Bargeld zu ersetzen.

Coronavirus und Selbstständigkeit

Verdienstausfall: Wenn Aufträge und Einnahmen ausbleiben, liegt das Risiko beim Selbstständigen. Wurden bereits Verträge geschlossen, wird es komplizierter. Kommt es aufgrund des Coronavirus zu Kündigungen seitens des Vertragspartners, sollte zuerst geprüft werden, welches Rücktrittsrecht vereinbart wurde. Kündigungsfristen müssen gewahrt werden. Eventuell kann beim Vertragspartner Schadensersatz geltend gemacht werden.

Entschädigung bei Quarantäne: Selbstständige, die unter Quarantäne gestellt und deshalb nicht in der Lage sind, ihrer üblichen Tätigkeit nachzukommen, können dank des Infektionsschutzgesetzes Entschädigungszahlungen erhalten. Ermittelt werden Zahlungen auf Grundlage des Einkommens aus dem letzten Jahr. Auch können Betriebsausgaben, wie z. B. Mietzahlungen für die Praxis oder das Büro geltend gemacht und in angemessener Höhe erstattet werden. Ansprechpartner für diese Kosten ist das zuständige Gesundheitsamt.

Kleinere und mittlere Unternehmen: Bist Du selbstständig und leitest ein kleines oder mittleres Unternehmen, schlägt sich der Coronavirus wahrscheinlich bereits in Deinen Büchern nieder. Für KMUs, denen Arbeits- und Entgeltausfälle jetzt schon finanziell zu schaffen machen, gibt es finanzielle Hilfe. Die KfW bietet Kredite und es gibt mehrere Möglichkeiten zur Soforthilfe. Mehr zur finanziellen Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen gibt es hier.